Vater und Sohn
Ladendiebstahl

Ladendiebstahl

Seit dem Fall des Eisernen Vorhanges im Jahr 1989 gab es keine so sprunghafte Steigerung von Ladendiebstählen wie 2013. Bei einer sonst insgesamt stabilen Kriminalitätsentwicklung gab es bei diesem Delikt eine Zunahme von satten 55 Prozent(!).

Damals unterlagen die Bürger aus den ehemals kommunistischen Ländern der Verlockung (der Selbstbedienung) an einer ungewohnten Vielfalt von Konsumgütern im vermeintlichen Schlaraffenland. Heute sind zum großen Teil Österreicher selbst dafür verantwortlich. Die nicht sonderlich rosige wirtschaftliche Situation des Landes und die einhergehende Minderung der Kaufkraft spiegeln sich in diesem Massendelikt wider: Das Begehrlichkeitsdelikt entwickelte sich auch vermehrt zu einem Notstandsdelikt.

Klein, teuer, futsch. Elektronische Warensicherung, Videoüberwachung und sonstige Präventivmaßnahmen haben sich zwar längst durchgesetzt, jedoch haben sie den Schrecken nicht nur für hartgesottene Einzeltäter und gewerbsmäßig agierende Banden längst verloren. Sondern auch interessierte Laien können sich im Internet schlau machen, wie Sicherheitsvorkehrungen einfach zu überlisten sind. Der zusätzliche Einsatz von Detektiven ist daher mehr denn je ein Gebot der Stunde.

Nachdem jede einzelne Anhaltung eines verdächtigen Kunden einen Eingriff in die Rechte Dritter bedeutet, zählt die profunde Kenntnis der Gesetze zum Einmaleins. Das Überführen von Ladendieben ist – im Gegensatz zu Securitys (z.B. Doormen) von Bewachungsunternehmen - ausschließlich Berufsdetektiven und deren Assistenten vorbehalten, welche eine spezielle amtliche Legitimation mitführen müssen.

Gefragt sind mit allen Wassern gewaschene Profis, welche mit Fingerspitzengefühl, möglichst diskret und emotionslos immer den Weg der Deeskalation suchen. Aber bei Notwendigkeit auch entschlossen vorgehen. 120.000 überführte Ladendiebe seit dem Jahr 1983 sprechen für sich.

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